• Der ichbindochnichthierumbeliebtzusein.com PodCast - Aviation, Technik, Gadgets, Meinungen und aktuelle Themen, die das Netz und die Welt bewegen! von Steve Schutzbier

    Weekly Roundup: Delta und Sitzplätze und die Briten – iphones, die in Krankenhäusern ausgehen – und wenn Versicherer von autonomen Fahrzeugen träumen!

    Heute ein kleiner Rückblick mit ein paar Updates zu Themen, die in der letzten Zeit bei mir auf dem PodCast und im Blog „Thema waren“: Mit dabei heute: Delta und ihre seltsame Art und Weise der Sitzplatzzuordnung – ENTTARNT! Apple und iphones, ein kleiner Lacher. Und dann noch: Versicherungspflicht und Schuld bei Unfällen von selbstfahrenden Fahrzeugen, wenn es nach Versicherungsgesellschaften geht. Kurz gesagt: was zum Nachdenken für das Wochenende!

     

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    Endlich eine neue Weihnachtsgeschichte: The Christmas Chronicles auf Netflix!

    Hand hoch, wer von den alten Weihnachtsgeschichten, die wirklich jedes Jahr wieder rauf und runter gespielt werden, noch nicht die Schnauze voll hat. Alle Teile von Tim „The Tool Man“ Tayler, nein, Allan? SCHON WIEDER? Der Grinch mit Jim Carrey? MUSS DAS SEIN? Einzig Aschenbrödel stellt hier eine wiederkehrende Ausnahme da, die wie Last Christmas im Radio nicht oft genug durch die Stasi-GEZ-gepimpten Sender sprudeln kann. Aber, wer dieses Jahr was neues sehen möchte, dem sei ein (Probe-)Account bei Netflix angeraten… für… the Christmas Chronicles!

     Banner The Christmas Chronicles - Quelle: netflix.de Banner: The Christmas Chronicles – Quelle: netflix.de

    Irgendwie war doch schon alles da. Der Weihnachtsmann, der von den Kids gesehen wird. Oder auch nicht. Und bei dem trotzdem alles schief geht. Familienfeierlichkeiten mit Chevy Chase. Aber diese Geschichten sind einfach ausgelutscht – da sie jedes Jahr wieder und wieder kommen, bis zum Erbrechen von den privaten auf diversen zeitlichen Sendeplätzen hin und her geschoben und mit Werbung auf 2,5 Stunden aufgeblasen werden.

    Wie schön, dass gerade Hitgarant Netflix sich dieses Themas angenommen hat und Kurt Russel als Blues-rockenden Weihnachtsmann mit Ironie und Witz in den Schlitten gesetzt hat. Eine wirklich gute und durchdachte Geschichte, die sehr kurzweilig ist, einen guten Soundtrack mit bringt und eben auch den Geist der Weihnacht hoch leben lässt. FSK6, btw.

    SPOILER: Die Geschichte ist schnell erzählt: Auf Grund eines Todesfalls wird aus der trauten Familie ein Patchwork mit überarbeitet-überforderter Mutter, einem Sohnemann, der dabei ist, auf die schiefe Bahn zu geraten und einer jungen Tochter, die nassforsch beschließt, den Weihnachtsmann auf Video zu bannen… Und was soll man sagen: es klappt besser, als geplant und schon sitzen die Kids im Schlitten des Nikolaus und gehen, immer noch unentdeckt, mit auf die Reise. Als es zur Entdeckung kommt, geht das Chaos los. Bruchlandung mit dem Schlitten, Geschenkesack weg und die Weihnachtsmann-Mütze sowie die Rentiere ebenfalls. Mit viel Verwirrung und Pleiten, Pech und Pannen geht nun die Suche nach den verlorenen Elementen durch Chicago – um nach viel Spaß, Witz und Spannung in ein familiäres Happy End auf die letzte Sekunde zu münden. SPOILER AUS.

    Klar – wieder eine Weihnachtsgeschichte mehr. Aber endlich nicht nach dem Coca-Cola-Vorbild. Ein bisschen Seitenhieb auf „Ho-Ho-Ho!“. Und eine Blues-Brothers-mäßige Musiknummer mit Russel, der in dieser Rolle absolut brilliert, gibt es on top.

    Daher hoffe ich für Euch, dass ihr bereits einen Netflix-Abo habt und sofort (mit der Familie) los gucken könnt. Und wenn nicht: wartet noch eine Woche bis in den Dezember, wer dann einen 30-Tage-Probeaccount einrichtet, kann die volle Packung an Weihnachts- und Neu-Jahrs-Filmen mitnehmen, die Netflix dann im Dezember tageweise dem Katalog hinzufügt.

    Ich wünsche viel Spaß mit The Christmas Chronicles! Ist es echt wert, für einen Familienabend auf der Couch!!! Lebkuchen und Glühwein nicht vergessen…!

    Autonomes Fahren – wieso mehren sich jetzt die Stimmen, dass wir es nie haben werden?

    Kaum ist mein letzter Blogpost online gegangen, der den (vorläufigen?) Gewinner zum Thema „Selbstfahrende Fahrzeuge“, nämlich Google’s Waymo,  gekührt hat, mehren sich die Stimmen, dass wir niemals durchgehend Level-5 erreichen werden. Diesmal hat sich in die Reihe der kritischen Stimmen gestellt: John Krafcik.

    John Krafcik, Chief Executive Officer, Waymo // Quelle: Brian Hadden/Trucks.com John Krafcik, Chief Executive Officer, Waymo // Quelle: Brian Hadden/Trucks.com

     

     

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    Selbstfahrende Fahrzeuge werden und sind im kommen – und wer ist nicht darauf vorbereitet??? WIR!!!!!

    Ja, schöne neue Welt. Illusion über Illusion… Wer hätte denn gedacht, dass es Realität wird? Nun denn, mit einem sollten wir uns dringend anfreunden: das selbstfahrende Auto kommt – die Frage ist nur noch: wann?

    So sehen die von Waymo jetzt ohne Sicherheitsfahrer auf die Straße geschickten Fahrzeuge aus: ERSTER! / Quelle: golem.de So sehen die von Waymo jetzt ohne Sicherheitsfahrer auf die Straße geschickten Fahrzeuge aus: ERSTER! / Quelle: golem.de

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    Komisch, dass man nach Flügen immer was zu erzählen hat: Heute, über Delta!

    Es gibt Geschichten, die aus der Luftfahrt kommen, bei denen man „blind“ „LUFTHANSA!“ ausstoßen kann und in 99,6% aller Fälle richtig liegt (oder alternativ Eurowings). Und wer viel unterwegs ist, kann gerade auch aus der Welt der „aviation“ viel erzählen. Aber einiges passiert einem trotzdem hin und wieder zum ersten Mal – und noch verblüffender, als die Tatsache, dass es passiert ist, ist manchmal die Erklärung… also, Delta, du bist dran!

    ...na, wollen wir mal hoffen, dass sie in der Business die Sitzplatznummerierung besser im Kopf haben, als im ganzen restlichen Flieger... #megafail #delta #bullshit // Quelle: delta.com …na, wollen wir mal hoffen, dass sie in der Business die Sitzplatznummerierung besser im Kopf haben, als im ganzen restlichen Flieger… #megafail #delta #bullshit // Quelle: delta.com

    Ich stelle nochmal klar: es geht nicht um RyanAir, die mit Ideen von Stehplätzen oder dem Toiletten-Euro von sich reden machen, um Werbung zu sparen und trotzdem in aller Munde zu sein.

    Nein, ich rede von einer doch halbwegs schuldenfreien und somit auch etablierten amerikanischen Airline, die eben auch Europa mit den fernen USA verbindet – mehrfach täglich, über diverse Verbindungen.

    Dass, durch einen Wechsel der Maschine, z.B. den auf dem Werbebanner von Delta zu sehenden Airbus 330, zu einer Boeing 777, gewisse Änderungen bei der Bestuhlung und damit auch bei den Sitzplätzen vorkommen, erschließt sich schon durch blanke Logik, spätestens aber beim Anblick in den Flieger.

    Dass Delta allerdings völlig überraschend ein paar Stunden vor dem Flug den Zufallsgenerator anwirft, um einen Teil der Sitzplätze ohne Sinn und noch weniger Verstand, neu anzuordnen – ohne Rücksicht auf Paare, Familien und Freundschaften -, das war eine der absoluten Neuigkeiten.

    Eine klare sofortige Beschwerde ergab: Bei Delta bucht man immer nur eine Klasse, keinen Sitzplatz. Auf meine Frage, wieso sie dann Sitze reservieren, wenn sie sie sowieso zufällig neu aus unerklärlichen Gründen zuweisen, versicherte mir Delta, dass sie sehr wohl wissen, wie eine Reservierung funktioniert. Was ich wiederum konterte, dass sie wissen, wie eine BUCHUNG funktioniert, aber von Reservierungen, wie man in diesem Flieger sehen konnte, hatte Delta keine Ahnung. Und da die versprochene Purserette sich nach meinen lautstarken Wortgefecht wohl im Frachtraum versteckte, musste #Twitter das klären… aber sie da, Delta ist auch noch so realitätsfern, dass sie es offen zurück schreiben, statt den Schuss zuhören:

    Auch konnte mir bis heute keiner erklären, warum meine gebuchten 2er-Sitze aus mysteriösen Gründen „umgebucht“ wurden, während nun plötzlich ein anderes Pärchen auf diesen saß… ich habe allerdings nicht gefragt, ob die beiden zusammen gehören oder auch zufällig von zwei anderen fremden Familien getrennt und hier „zusammengeführt“ wurden.

     

    Nun gut, das schreit natürlich nach einer Mail an den CEO von Delta. Ed Bastian lies dann auch sein CEO-Executive-Communications-Team nett aber ausweichend eine Antwort schreiben:

    I’m so sorry for all the troubles you experienced on this trip. That definitely isn’t the type of experience we wanted you to have.

    Hört sich ja nicht schlecht an, sicherlich kommt jetzt die Auflösung des großen Missverständnisses… aber…

    We know that seat comfort and sitting next to the people you are traveling with is extremely important to passengers, and we do all that we can to ensure passengers are able to sit in the seats they reserved. That being said, when there is an aircraft or schedule change, some seats may be changed due to different seating configurations on our aircraft. We use an automated re-seating engine that moves passengers‘ seats from one aircraft to another. While the system will try to give passengers the same or similar seats that are reserved, there are times when passengers will be separated or be placed in seats that are not their originally selected seats. We know this is inconvenient and disappointing for our customers, and our agents and flight attendants have been trained to do their best to accommodate passengers‘ seat requests should they become separated or if they prefer different seats. I apologize for the inconvenience this caused you on this trip.

    Nun denn – nur halb am Thema vorbei. Dass eine A332 mal spontan-dauerhaft gegen eine 777 getauscht wird, mit einer 3-3-3 statt einer Airbus-typischen 2-4-2-Bestuhlung, ja klar, dann wird nach dem Zufallsgenerator getauscht. Aber mir geht es um den gleichen Typ, existente Sitze und eben KEINEN „unlikely event“. Also: nachfassen! Und mit Nachdruck: Wenn ich bei Euch nur eine Klasse buche (ich weigere mich, das „Reservieren in den Mund zu nehmen, wie Delta es gerne nennt!), buche ich künftig bei einer Airline, die das auch mit den Sitzen im Griff hat. Und nun, siehe da:

    We know passengers have seat preferences, and we do our best to honor specific seat requests whenever we can. We also understand the importance of providing pre-assigned seats for our customers and try to honor all seat selection requests. However, seat assignments are never guaranteed because the aircraft may change, or due to operational constraints, we may have to reassign seats. In situations such as this, customers may need to arrange new seating with our agents in Reservations or at the gate prior to boarding.

    Wer jetzt das Gefühl bekommt, sich im Kreis zu drehen: ja, genau! Schon wieder keine klare Antwort! Auch wenig hilfreich die Aussage mit dem CheckIn und Gate: die wiederum können natürlich nichts mehr machen, da ja die CheckIns schon passiert sind und damit die Sitznummern „bekannt“ sind.. ach ja, wie schön und doch so unrealistisch!

    Mein Fazit:
    Ähnlich der Green-Card-Lottery geht wohl auch die SitzplatzRESERVIERUNG bei Delta. Kann klappen – kann aber auch sein, dass deine Kids drei Reihen weiter hinten sitzen, deine Frau in der ersten Reihe – und deine ursprüngliche Vierer-Reihe von vier urigen Kumpels nebeneinander sitzend blockiert wird, die ihr Glück über das Zusammensitzen noch gar nicht fassen können.

    Auch der dauernde Verweis auf die betriebliche Notwendigkeiten – das hinterlässt bei mir kein gutes Gefühl. Ich will eine Airline, die mir nicht dauernd erzählt: „Da die alte Maschine fast abgestürzt wäre, mussten wir die gegen eine neue tauschen, da sonst die FAA wohl hellhörig geworden wäre und das wollten wir nicht riskieren – daher die neuen Plätze für Dich!“

    Ich will eine Airline (so wie Emirates), der ich beim Einsteigen die Begeisterung über meine Anwesenheit an Bord ernsthaft glauben MUSS, weil sie mir gar keine andere Chance lassen – und sie es auch noch jede Sekunde beweisen! Ich will kein Roulette bis zum „Boarding complete“ spielen, falls doch noch jemand nach mir eingecheckt hat und jetzt plötzlich auf meinem Platz sitzen darf. Und ich brauche keine Ausreden, die einen PR-Menschen in den Selbstmord treiben würden…

    An sich war ich bei Delta bisher immer zufrieden. Dieser kleine Schönheitsfehler, unsanft erweitert durch weitere sinnlose und nicht zusammenpassende Ausreden, lässt aber meine Bereitschaft, bei der nächsten Buchung enthusiastisch wieder auf delta.com zuerst zu suchen, eher auf Null steigen. Schließlich bin ich nicht auf eine Airline fixiert (Vorteil der Verweigerung von sinnlose Vielfliegerprogrammen!) und auch Airport-technisch mit einer gewissen Flexibilität versehen. Mal sehen, wie lange Delta dieses Klasse-statt-Sitzplatz beibehält bzw. auch noch lautstark kommuniziert, bis ein Teil des Atlantikverkehrs zuerst aus der Business in die Eco und dann zu einer anderen Airline abwandert… ich zögere bei sowas nicht eine Sekunde…

    Na denn Delta, viel Erfolg auf diesem neuen überraschend-kundenfreundlichen Weg… NICHT!